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Geschichten, Gedanken, Gedichte zum Thema "Spuren hinterlassen"
und anderen Themen, die mich bewegen

 

Abschied
Dankstelle

Irgendeinen Platz hat Gott für dich

Text zur Jahreslosung 2008

Spuren am Weg
Sich überraschen lassen

Abschied

Herbstzeit – die Blätter fallen von den Bäumen, die Tage werden kürzer. Man räumt die Balkonstühle in den Schuppen und macht den Garten winterfest. Der Sommer hat sich endgültig verabschiedet.

Abschied nehmen muss man auch im Leben immer wieder: von vertrauten Schulfreunden, von der Jugend, von lieben Menschen, wenn der Tod sie von uns trennt. Spätestens mit 40 ist die wartungsfreie Zeit des Körpers vorüber und die ersten Beschwerden signalisieren: Das wird nicht wieder so, wie es mal war.

Im November erinnern uns einige ernste Gedenktage an die Vergänglichkeit allen Lebens: Volkstrauertag, Bußtag, Ewigkeitssonntag.

Doch Abschied ist nicht das Letzte. Seit Ostern hat der Tod nicht mehr das letzte Wort. Immerzu Winter und niemals Weihnachten gibt es nur in Narnia.

Bewusst Abschied zu nehmen ist wichtig, Trauer auch, um sich auf Neues einlassen zu können.

Jesus hat gesagt:

Wenn alles bereit ist, werde ich kommen und euch holen, damit ihr immer bei mir seid, dort wo ich bin.

Johannes 14,3

Keine Trauer drückt endlos nieder. Keine Tränen müssen ewig geweint werden. Nach jedem Dunkel kommt ein neuer Morgen.

Peter Hahne

Dankstelle

Ein Auto wird regelmäßig aufgetankt. Aber wo und wie tanken wir auf?

Henry David Thoreau, ein großer amerikanischer Philosoph und Schriftsteller, hat eine Antwort: Der Mensch tankt am Morgen auf, und zwar Lebensfreude. Das geschieht, indem er sich eine Frage stellt: Wofür kann ich heute dankbar sein?

Der Mensch braucht also keine Tankstelle, sondern tatsächlich eine Dank-Stelle.

Wir haben viele Gründe, dankbar zu sein. Eine schöne Übung ist es, zehn Dinge, für die ich heute dankbar bin, aufzuschreiben – und das eine ganze Woche lang, (wobei sich keins wiederholen sollte).

Autobenzin wird meist teurer. Dankbarkeit empfinden aber kostet immer dasselbe: Gar nichts.

„Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen."
Psalm 50,23

ChrisRud

Irgendeinen Platz hat Gott für dich

Ich habe heute ein Pr$blem beim Schreiben:

$ ist ausgestiegen, hat heute mal frei gen$mmen. Auf die eine Taste mehr $der weniger k$mmt es doch nun wirklich nicht an – da k$mmen die anderen d$ch mal gut $hne ihn aus, $der?

Aber irgendwie liest sich das Ganze k$misch. Die anderen müssen $ vertreten, für ihn einspringen; aber sie können es nicht wirklich, denn nur $ kann den Platz ausfüllen, für den er geschaffen wurde.

$bstsalat, $fentür, $nkel ... es ist einfach zu merken: Wenn einer fehlt, ist das Ganze nicht v$llständig.

„Irgendeinen Platz hat Gott, an dem will er dich haben; irgendetwas kann kein andrer Mensch so gut wie du. Irgendwo wirst du von ihm gebraucht mit deinen Gaben; und wenn du ihn fragst, weist er dir deine Arbeit zu."

Na, da ist er ja wieder – wie gut!

O – wir haben dich vermisst. Schön, dass du wieder da bist!!

„Gott hat jedes Teil so in den Leib eingefügt, wie es seinem Plan entsprach.“      1. Kor. 12,18

ChrisRud

Jesus Christus spricht:
Ich lebe, und ihr sollt auch leben.

                                                Joh. 14,19

Leben, das mehr ist als Arbeit und Wohlstand,
Leben – mehr als die Jagd nach Geld,
Leben – viel mehr als Titel und Scheine,
Leben, das Gott uns schenkt.

Leben – mehr als Vergnügen und Luxus,
Leben – mehr als nur Illusion,
Leben – lebendig, voll Kraft und Vertrauen,
Leben, weil Jesus lebt.

Leben – trotz Kämpfen, Versagen und Zweifeln,
Leben – mit Mut zum Weitergehn.
Leben – Gott liebt uns als seine Kinder,
seine Kraft lebt in uns.

Dafür hat Jesus sich selbst hingegeben,
damit wir leben, wie er es will.
Leben, das er gibt, geht niemals zu Ende,
wir werden bei ihm sein.

ChrisRud

 

 

Spuren am Weg

Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte.

Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort Eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst."

Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt.

Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.

Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.

Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts."

Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.

Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.

Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.

Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.

Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter."

nach einem afrikanischen Märchen

Sich überraschen lassen

Im Neuen Testament in der Bibel steht folgende Geschichte, die Jesus erzählt hat:

"Die neue Welt Gott ist mit einem Schatz zu vergleichen, der in einem Acker vergraben war: Ein Mensch fand ihn und deckte ihn schnell wieder zu. In seiner Freude verkaufte er alles, was er hatte, und kaufte dafür den Acker mit dem Schatz.
Wer die Einladung in Gottes neue Welt hört und ihr folgt, handelt wie der Kaufmann, der schöne Perlen suchte: Als er eine entdeckte, die besonder wertvoll war, verkaufte er alles, was er hatte, und kaufte sie."                                                                                     (Matthäus 14 Verse 44 u. 45)

Unerwartet
überraschend
ohne dass ich damit gerechnet hätte
fand ich
was in meinem Leben kostbarer ist
als alles andere.

Noch beim Auspacken bin ich
noch nicht mit allem fertig
immer noch am Entdecken.

Und ich will mich täglich neu
überraschen lassen
von den Schätzen,
die du
für mich
bereithältst, Herr.

ChrisRud

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